Georg Büchners Lenz ist einer der außergewöhnlichsten Texte deutscher Literatur, eine Keimzelle der literarischen Moderne.
Die Ereignisse, aus denen der erst 21-jährige Büchner seine Erzählung gestaltet, sind historisch. Fast 60 Jahre zuvor, im Jahre 1778, hatte sich der Sturm-und-Drang- Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz für drei Wochen im elsässischen Steintal aufgehalten. Sein psychisch labiler Zustand, sein wahnhaftes Verhalten und seine Selbstmordversuche in dieser Zeit sind dokumentiert.
Aber Lenz ist kein biographisches Porträt. Büchner benutzt das Quellenmaterial als Gerüst und entwirft präzise beobachtend und mit einzigartiger Einfühlung eine ebenso fesselnde wie beklemmende Studie menschlicher Seelenzustände.
Was Büchners Darstellung so modern macht, ist seine unidealisierte Würdigung des menschlichen Lebens gerade in seinem Leid und Elend. Deshalb ist Lenz keine Illustration, keine Parabel auf irgendetwas, sondern die faszinierende Skizze eines Menschen aus Fleisch und Blut.
Der Würzburger Schauspieler und Regisseur Markus Grimm macht Theater zwischen poetisch-literarischem Kabarett und Solo-Schauspiel. Er ist bekannt für seine packende, dichte Darstellung. Seine Ein-Mann-Adaption von Goethes Werther sorgte bereits Anfang 2006 in der Werkstattbühne für Aufsehen. Publikum und Kritik waren hingerissen.
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Die Ereignisse, aus denen der erst 21-jährige Büchner seine Erzählung gestaltet, sind historisch. Fast 60 Jahre zuvor, im Jahre 1778, hatte sich der Sturm-und-Drang- Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz für drei Wochen im elsässischen Steintal aufgehalten. Sein psychisch labiler Zustand, sein wahnhaftes Verhalten und seine Selbstmordversuche in dieser Zeit sind dokumentiert.
Aber Lenz ist kein biographisches Porträt. Büchner benutzt das Quellenmaterial als Gerüst und entwirft präzise beobachtend und mit einzigartiger Einfühlung eine ebenso fesselnde wie beklemmende Studie menschlicher Seelenzustände.
Was Büchners Darstellung so modern macht, ist seine unidealisierte Würdigung des menschlichen Lebens gerade in seinem Leid und Elend. Deshalb ist Lenz keine Illustration, keine Parabel auf irgendetwas, sondern die faszinierende Skizze eines Menschen aus Fleisch und Blut.
Der Würzburger Schauspieler und Regisseur Markus Grimm macht Theater zwischen poetisch-literarischem Kabarett und Solo-Schauspiel. Er ist bekannt für seine packende, dichte Darstellung. Seine Ein-Mann-Adaption von Goethes Werther sorgte bereits Anfang 2006 in der Werkstattbühne für Aufsehen. Publikum und Kritik waren hingerissen.
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