Der liebenswürdig-verantwortungslose Prinz von Guastalla ist seiner Mätresse, der Gräfin Orsina, überdrüssig. Zur Abwechslung verliebt er sich unsterblich in das Bürgermädchen Emilia, die aber mit dem Grafen Appiani verlobt ist und am folgenden Tag heiraten soll. Hilfe in der Not kommt von dem eiskalt-berechnenden Kammerherrn Marinelli, der flugs einen Überfall auf die Hochzeitsgesellschaft fingiert, bei welchem Graf Appiani getötet, die arglose Emilia aber von den Männern des Prinzen „gerettet“ und auf das Schloss gebracht wird. Nur langsam durchschauen Emilia und ihre besorgten Eltern das perfide Spiel, das auch seinen Urhebern mehr und mehr außer Kontrolle gerät und schließlich eine tödliche Wendung nimmt.
Mit seiner Kritik an der menschenverachtenden Willkür absolutistischer Fürsten erregte Lessings „Emilia Galotti“ seinerzeit Aufsehen und war Vorbild für zahlreiche „Bürgerliche Trauerspiele“ (u.a. Schillers „Kabale und Liebe“). Bis heute sind es aber vor allem die psychologisch präzise Charakterzeichnung sowie die effektvolle Konstruktion der Handlung, die das Stück zu einem echten Spannungsklassiker machen.
Es geht gleich hart auf hart - die Regie gönnt dem Publikum kaum Verschnaufpausen. [...] Die Modernität der Kostüme und Kulissen löst den Text aus der Zeit, befreit die Figuren gleichsam von Puderperücken und gibt allem eine Zeitlosigkeit, ohne Sprache und Handlung zu modernisieren.
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Mit seiner Kritik an der menschenverachtenden Willkür absolutistischer Fürsten erregte Lessings „Emilia Galotti“ seinerzeit Aufsehen und war Vorbild für zahlreiche „Bürgerliche Trauerspiele“ (u.a. Schillers „Kabale und Liebe“). Bis heute sind es aber vor allem die psychologisch präzise Charakterzeichnung sowie die effektvolle Konstruktion der Handlung, die das Stück zu einem echten Spannungsklassiker machen.
Es geht gleich hart auf hart - die Regie gönnt dem Publikum kaum Verschnaufpausen. [...] Die Modernität der Kostüme und Kulissen löst den Text aus der Zeit, befreit die Figuren gleichsam von Puderperücken und gibt allem eine Zeitlosigkeit, ohne Sprache und Handlung zu modernisieren.
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