Zum 100. Geburtstag von Samuel Beckett (1906 - 1989)
Das knapp eine Stunde dauernde 1958 entstandene Stück Das letzte Band, das schon einmal im Februar 1999 auf dem Spielplan der Werkstattbühne stand, ist autobiografischer Natur.
An einem Tisch sitzt in abgetragener Kleidung ein zermürbter alter Mann: Krapp. Weißes Gesicht. Wirres, graues Haar. Unrasiert. Sehr kurzsichtig ... Schwerhörig ... Mühsamer Gang. Er hört Aufzeichnungen auf einem Tonband ab, die er als 39 jähriger gesprochen hat. Ein Stück der Erinnerrungen, in dem ein alter Mann, zu sich selbst findet. Aus wenigen Worten über die Vergangenheit und spärlichen Worten in der Gegenwart entsteht der brüchige Umriß einer Lebensfigur, die der Zuschauer, der hier mehr als sonst Zuhörer ist, selbst ausfüllen muß.
Ein Stück totales Theater. Viele Jahre später merkte Beckett dazu an:
"Die Stimme einer Frau tönt durch das ganze Stück, immer wiederkehrend, ein lyrischer Ton... Krapp spürt sorgliche und vergebliche Liebe zu den femininen Wesen."
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Das knapp eine Stunde dauernde 1958 entstandene Stück Das letzte Band, das schon einmal im Februar 1999 auf dem Spielplan der Werkstattbühne stand, ist autobiografischer Natur.
An einem Tisch sitzt in abgetragener Kleidung ein zermürbter alter Mann: Krapp. Weißes Gesicht. Wirres, graues Haar. Unrasiert. Sehr kurzsichtig ... Schwerhörig ... Mühsamer Gang. Er hört Aufzeichnungen auf einem Tonband ab, die er als 39 jähriger gesprochen hat. Ein Stück der Erinnerrungen, in dem ein alter Mann, zu sich selbst findet. Aus wenigen Worten über die Vergangenheit und spärlichen Worten in der Gegenwart entsteht der brüchige Umriß einer Lebensfigur, die der Zuschauer, der hier mehr als sonst Zuhörer ist, selbst ausfüllen muß.
Ein Stück totales Theater. Viele Jahre später merkte Beckett dazu an:
"Die Stimme einer Frau tönt durch das ganze Stück, immer wiederkehrend, ein lyrischer Ton... Krapp spürt sorgliche und vergebliche Liebe zu den femininen Wesen."
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