Zum 250. Geburtstag von Friedrich Schiller (1759-1805)
„Du zitterst jetzt
vor dieser lebenden Maria. Nicht
die Lebende hast du zu fürchten, zittere vor
der Toten, der Enthaupteten..."
(Shrewsbury, 4. Akt, 9. Auftritt, Z. 3114 ff)
Vier Jahre nach Kabale und Liebe spielt die Werkstattbühne anlässlich des 250. Geburtstags von Friedrich Schiller erneut einen Schiller-Thriller, der zu den wirkungsvollsten und erfolgreichsten Stücken des Autors gehört.
Maria Stuart, Königin von Schottland und Rivalin Elizabeths um den Thron Britanniens, wird auf Schloss Fotheringhay gefangen gehalten. Nach dem Mord an ihrem Gatten wurde sie vom Thron gestürzt und von ihrem Volk verjagt. Sie sucht daraufhin Zuflucht bei Elizabeth, der Königin von England. Da diese in ihr eine gefährliche Konkurrentin im Kampf um die englische Krone sieht und vermutet, dass Maria den Katholizismus ins protestantische England bringen will, lässt sie sie „wider allen Völkerrechts“ gefangen nehmen und macht ihr den Prozess.
Die Handlung der Tragödie setzt drei Tage vor der geplanten Hinrichtung Marias ein. Während die verschiedenen politischen Lager um das Urteil und das Leben Marias ringen, versucht ein junger, von Leidenschaft getriebener Verehrer sie mit Gewalt und List aus dem Kerker zu befreien. Daraufhin beginnt ein von Machtbegehren, erotischer Leidenschaft, religiösem Fanatismus und politischem Ränkespiel durchzogener Wettlauf mit der Zeit, an dessen Ende es keine Sieger geben wird…
Das fesselnde Königinnendrama, das Schiller um 1800 vor dem historischen Hintergrund der Auseinandersetzung zwischen Katholiken und Protestanten im England des 16. Jahrhunderts als Parabel auf die Entmenschlichung des Menschen durch persönlichen und politischen Machtmissbrauch und auf das Streben nach innerer Freiheit schrieb, hat angesichts der in vielen Krisenherden der Welt herrschenden Verquickung aus Diplomatie, Terror, Folter und wirtschaftspolitischem Kalkül nichts von seiner Aktualität verloren und fasziniert darüber hinaus immer noch als Psychogramm zweier zutiefst verletzter Herrscherinnen im Kampf um Macht und Anerkennung.
Fotos vom Stück »
Presse »
Zurück zur Archivübersicht »
„Du zitterst jetzt
vor dieser lebenden Maria. Nicht
die Lebende hast du zu fürchten, zittere vor
der Toten, der Enthaupteten..."
(Shrewsbury, 4. Akt, 9. Auftritt, Z. 3114 ff)
Vier Jahre nach Kabale und Liebe spielt die Werkstattbühne anlässlich des 250. Geburtstags von Friedrich Schiller erneut einen Schiller-Thriller, der zu den wirkungsvollsten und erfolgreichsten Stücken des Autors gehört.
Maria Stuart, Königin von Schottland und Rivalin Elizabeths um den Thron Britanniens, wird auf Schloss Fotheringhay gefangen gehalten. Nach dem Mord an ihrem Gatten wurde sie vom Thron gestürzt und von ihrem Volk verjagt. Sie sucht daraufhin Zuflucht bei Elizabeth, der Königin von England. Da diese in ihr eine gefährliche Konkurrentin im Kampf um die englische Krone sieht und vermutet, dass Maria den Katholizismus ins protestantische England bringen will, lässt sie sie „wider allen Völkerrechts“ gefangen nehmen und macht ihr den Prozess.
Die Handlung der Tragödie setzt drei Tage vor der geplanten Hinrichtung Marias ein. Während die verschiedenen politischen Lager um das Urteil und das Leben Marias ringen, versucht ein junger, von Leidenschaft getriebener Verehrer sie mit Gewalt und List aus dem Kerker zu befreien. Daraufhin beginnt ein von Machtbegehren, erotischer Leidenschaft, religiösem Fanatismus und politischem Ränkespiel durchzogener Wettlauf mit der Zeit, an dessen Ende es keine Sieger geben wird…
Das fesselnde Königinnendrama, das Schiller um 1800 vor dem historischen Hintergrund der Auseinandersetzung zwischen Katholiken und Protestanten im England des 16. Jahrhunderts als Parabel auf die Entmenschlichung des Menschen durch persönlichen und politischen Machtmissbrauch und auf das Streben nach innerer Freiheit schrieb, hat angesichts der in vielen Krisenherden der Welt herrschenden Verquickung aus Diplomatie, Terror, Folter und wirtschaftspolitischem Kalkül nichts von seiner Aktualität verloren und fasziniert darüber hinaus immer noch als Psychogramm zweier zutiefst verletzter Herrscherinnen im Kampf um Macht und Anerkennung.
Fotos vom Stück »
Presse »
Zurück zur Archivübersicht »
