Jean Paul Sartre: Die geschlossene Gesellschaft
„Ich spüre Sie bis ins Mark meiner Knochen. Ihr Schweigen brüllt mir in den Ohren. Sie können sich den Mund zukleben, sie können sich die Zunge abbeißen, können Sie sich deshalb daran hindern, zu existieren?" (Ines in: Geschlossene Gesellschaft)

Drei einander unbekannte Menschen, der machohafte Politjournalist Garcin, die sinnliche Estelle und die Intellektuelle Ines treffen in einem mysteriösen Hotelzimmer, in dem das Licht nie ausgeht, aufeinander. Ein Etagenkellner eröffnet ihnen, dass sie dazu verdammt sind, von nun an auf ewig in diesem Raum zusammenzubleiben. Nach und nach realisieren die drei, dass sie tot sind und sich in der Hölle befinden. Garcin und Estelle vermuten, dass ihr Zusammentreffen dem Zufall zu verdanken ist. Ines hingegen glaubt, dass die Konstellation einem präzisen Plan der Höllenverwaltung entspricht. Es beginnt ein gnadenloses Buhlen um Anerkennung, Zuneigung und Begehrtwerden, und nach und nach fallen die Masken…


Fotos vom Stück »
Presse »


Zurück zur Archivübersicht »