Zum Stück "Viva la Revolución" wurde am 6. Mai auf Bayern2 ein Beitrag ausgestrahlt.
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(Es ist der zweite Beitrag der Sendung: Gesichter des Buddha - 06.05.2010).
„Unser Opfer ist uns bewußt:
es ist der Preis, der für die Freiheit
zu zahlen ist, die wir erreichten wollen.
Der Weg ist lang und zum Teil unbekannt;
Wir kennen unsere Grenzen.
Wir werden den Menschen
des 21. Jahrhunderts auf die Füße stellen:
uns selbst.
(Che Guevara)
Eine poetisch-politische Collage über den legendären Revolutionär Che Guevara, der unter der Führung von Fidel Castro Kuba vom Battista-Joch sowie von der wirtschaftlichen und politischen USA-Hegemonie befreite, zusammengestellt von Wolfgang Schulz mit Gedichten und Texten von Che Guevara, Pablo Neruda, Nicolás Guillén, José Martí, einem Stück Theater von H.M. Enzensberger, Gedichtzeilen von Bertolt Brecht, mit einem Text von Friedrich Engels sowie Texten von Wolfgang Schulz, mit der Musik von Carlos Gardel, Carlos Puebla, Nereyda Naranjo, Alfredo Sadel, Pete Seeger, Mikis Theodorakis u.v.a.
Die Collage verfolgt die Entwicklung Che Guevaras vom argentinischen Bürgersohn zum kubanischen Revolutionär an Hand seiner Schriften, die die Grundlage für viele Szenen bilden, und der einschlägigen Biographien, sowie die Geschichte der kubanischen Revolution, die zwar vor über 50 Jahren zum siegreichen Ende geführt wurde, aber dann erst wirklich begann, während Che Guevara sich Jahre später dem Befreiungskampf in Afrika zuwandte, wo er scheiterte, um schließlich in Bolivien bei dem Versuch die Revolution auf den südamerikanischen Kontinent zu tragen, gefangengenommen und ermordet zu werden.
Ein fortschrittliches Stück Theater angesichts von Imperialismus und Neokolonialismus, von kapitalistischer Ausbeutung und sozialer, religiöser, ethnischer Unterdrückung von Seiten der USA und der EU, aber auch auch von China, im eigenen Land und überall auf der Welt.
Auf allen Kontinenten gibt es aber auch die Befreiungsbewegungen der autochthonen Völker wie der Basken, Kurden, Palästinenser, Uyghuren, Tschetschenen u.a. und ihren langjährigen bewaffneten Kampf um nationale Unabhängigkeit und Autonomie, überall tobt der Kampf gegen die jeweilige Bourgeosie wie auch gegen die Polizei- und Besatzungstruppen in den betreffenden Ländern, in denen der Bevölkerung das Modell von der westlichen Demokratie, sprich Kapitalismus und Klassenherrschaft, aufgezwungen werden soll. Dort ist es die Farc in Kolumbien, dort sind es die Befreiungstiger in Sri Lanka (der Kampf geht weiter!), dort die islamisch-philippinische Befreiungsfront und dort die Taliban in Pakistan und Afghanistan etc.
Ein fortschrittliches Stück Theater auch angesichts einer globalisierten kapitalistischen Wirtschaftsordnung und zunehmender Ausbeutung: Immer weniger Menschen verfügen über immer mehr Reichtum, produziert durch die Ausbeutung immer ärmer werdender Menschen. Für eine Handvoll Mächtiger öffnet sich der Planet Stück für Stück; Millionen Menschen bietet diese Welt hingegen keinen Ort mehr zum Leben. Ziellos irren sie umher. Das organisierte Verbrechen bildet das Rückgrat der Rechtsprechung und der Regierungen (Subcommandante Marcos, Kommunique, Ciapas 2000). Das gilt auch für die europäischen Regierungen, die die Kosten der Finanzkrise den Völkern ihrer Länder aufbürden.
Wir reiten nicht auf einer „Radical-Chic-Welle“ oder auf der „Megamarke“ Che. Che Guevara war keine Pop-Figur, wollte sich nicht als Christus oder ein anderes Idol verstanden bzw. missbraucht wissen, sondern wandte sich an die Jugend der Welt mit den Worten:
Wenn du vor Entrüstung zitterst über jede Ungerechtigkeit auf der Welt, dann gehörst du zu mir.
Peter Weiss, der große deutschsprachige Schriftsteller, sagte anließlich des Todes von Che Guevara: Che Guevara, der unentbehrlicher war als jeder andere, zeigt uns, was er für das einzig Richtige hielt. Er zeigte mit seinem eigenen Leib: Wenn ihr andern es nicht tut, dann tue ich es. Er hielt nicht viel von seiner eigenen Unentbehrlichkeit. Ein bolivianischer Grubenarbeiter, der sich der Guerilla anschloss, schien ihm nicht weniger zu bedeuten. Er zeigte: Das einzig Richtige ist, ein Gewehr zu nehmen und zu kämpfen.
Weit reicht der Arm Ches in unseren Himmel
Hoch ist der Baum, der seine Wahrheiten trägt
Schwer der Felsen, an den sein Schicksal gekettet ist,
Beredt das Schweigen, in dem uns seine Stimme
vom Menschen des 21. Jahrhunderts spricht!
(René Depestre*: Cantate d‘Octobre à la Vie et La Mort du Commandant Ernesto Che Guevara, Havanna 1968; *haitianischer Schriftsteller, geb.1926)
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(Es ist der zweite Beitrag der Sendung: Gesichter des Buddha - 06.05.2010).
„Unser Opfer ist uns bewußt:
es ist der Preis, der für die Freiheit
zu zahlen ist, die wir erreichten wollen.
Der Weg ist lang und zum Teil unbekannt;
Wir kennen unsere Grenzen.
Wir werden den Menschen
des 21. Jahrhunderts auf die Füße stellen:
uns selbst.
(Che Guevara)
Eine poetisch-politische Collage über den legendären Revolutionär Che Guevara, der unter der Führung von Fidel Castro Kuba vom Battista-Joch sowie von der wirtschaftlichen und politischen USA-Hegemonie befreite, zusammengestellt von Wolfgang Schulz mit Gedichten und Texten von Che Guevara, Pablo Neruda, Nicolás Guillén, José Martí, einem Stück Theater von H.M. Enzensberger, Gedichtzeilen von Bertolt Brecht, mit einem Text von Friedrich Engels sowie Texten von Wolfgang Schulz, mit der Musik von Carlos Gardel, Carlos Puebla, Nereyda Naranjo, Alfredo Sadel, Pete Seeger, Mikis Theodorakis u.v.a.
Die Collage verfolgt die Entwicklung Che Guevaras vom argentinischen Bürgersohn zum kubanischen Revolutionär an Hand seiner Schriften, die die Grundlage für viele Szenen bilden, und der einschlägigen Biographien, sowie die Geschichte der kubanischen Revolution, die zwar vor über 50 Jahren zum siegreichen Ende geführt wurde, aber dann erst wirklich begann, während Che Guevara sich Jahre später dem Befreiungskampf in Afrika zuwandte, wo er scheiterte, um schließlich in Bolivien bei dem Versuch die Revolution auf den südamerikanischen Kontinent zu tragen, gefangengenommen und ermordet zu werden.
Ein fortschrittliches Stück Theater angesichts von Imperialismus und Neokolonialismus, von kapitalistischer Ausbeutung und sozialer, religiöser, ethnischer Unterdrückung von Seiten der USA und der EU, aber auch auch von China, im eigenen Land und überall auf der Welt.
Auf allen Kontinenten gibt es aber auch die Befreiungsbewegungen der autochthonen Völker wie der Basken, Kurden, Palästinenser, Uyghuren, Tschetschenen u.a. und ihren langjährigen bewaffneten Kampf um nationale Unabhängigkeit und Autonomie, überall tobt der Kampf gegen die jeweilige Bourgeosie wie auch gegen die Polizei- und Besatzungstruppen in den betreffenden Ländern, in denen der Bevölkerung das Modell von der westlichen Demokratie, sprich Kapitalismus und Klassenherrschaft, aufgezwungen werden soll. Dort ist es die Farc in Kolumbien, dort sind es die Befreiungstiger in Sri Lanka (der Kampf geht weiter!), dort die islamisch-philippinische Befreiungsfront und dort die Taliban in Pakistan und Afghanistan etc.
Ein fortschrittliches Stück Theater auch angesichts einer globalisierten kapitalistischen Wirtschaftsordnung und zunehmender Ausbeutung: Immer weniger Menschen verfügen über immer mehr Reichtum, produziert durch die Ausbeutung immer ärmer werdender Menschen. Für eine Handvoll Mächtiger öffnet sich der Planet Stück für Stück; Millionen Menschen bietet diese Welt hingegen keinen Ort mehr zum Leben. Ziellos irren sie umher. Das organisierte Verbrechen bildet das Rückgrat der Rechtsprechung und der Regierungen (Subcommandante Marcos, Kommunique, Ciapas 2000). Das gilt auch für die europäischen Regierungen, die die Kosten der Finanzkrise den Völkern ihrer Länder aufbürden.
Wir reiten nicht auf einer „Radical-Chic-Welle“ oder auf der „Megamarke“ Che. Che Guevara war keine Pop-Figur, wollte sich nicht als Christus oder ein anderes Idol verstanden bzw. missbraucht wissen, sondern wandte sich an die Jugend der Welt mit den Worten:
Wenn du vor Entrüstung zitterst über jede Ungerechtigkeit auf der Welt, dann gehörst du zu mir.
Peter Weiss, der große deutschsprachige Schriftsteller, sagte anließlich des Todes von Che Guevara: Che Guevara, der unentbehrlicher war als jeder andere, zeigt uns, was er für das einzig Richtige hielt. Er zeigte mit seinem eigenen Leib: Wenn ihr andern es nicht tut, dann tue ich es. Er hielt nicht viel von seiner eigenen Unentbehrlichkeit. Ein bolivianischer Grubenarbeiter, der sich der Guerilla anschloss, schien ihm nicht weniger zu bedeuten. Er zeigte: Das einzig Richtige ist, ein Gewehr zu nehmen und zu kämpfen.
Weit reicht der Arm Ches in unseren Himmel
Hoch ist der Baum, der seine Wahrheiten trägt
Schwer der Felsen, an den sein Schicksal gekettet ist,
Beredt das Schweigen, in dem uns seine Stimme
vom Menschen des 21. Jahrhunderts spricht!
(René Depestre*: Cantate d‘Octobre à la Vie et La Mort du Commandant Ernesto Che Guevara, Havanna 1968; *haitianischer Schriftsteller, geb.1926)
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