„Der Paß ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so einfache Weise zustand wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustandkommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Paß niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird."
„Die beste Schule für Dialektik ist die Emigration. Die schärfsten Dialektiker sind die Flüchtlinge. Sie sind Flüchtlinge infolge von Veränderungen und sie studieren nichts als Veränderungen. Aus den kleinsten Anzeichen schließen sie auf die größten Vorkommnisse, das heißt, wenn sie Verstand haben. Wenn ihre Gegner siegen, rechnen sie aus, wieviel der Sieg gekostet hat, und für die Widersprüche haben sie ein feines Auge. Die Dialektik, sie lebe hoch!"
Die in den frühen vierziger Jahren geschriebenen Dialoge der Flüchtlingsgespräche handeln vom Alltag der aus Deutschland Vertriebenen, vertreten durch den Intellektuellen Ziffel und den Arbeiter Kalle, die sich im Restaurant des Hauptbahnhofs von Helsinki über die internationale Lage (deutsche Truppen haben Dänemark und Norwegen besetzt und rücken in Frankreich vor) und die eigene Situation unterhalten: Der Paß ist der edelste Teil von einem Menschen. (Suhrkamp-Verlag)
Wolfgang Schulz hat aus den Flüchtlingsgesprächen für das Café Exil Texte ohne jede Veränderung zu einem Abend von ca. 80 Minuten collagiert. Wie aktuell diese Texte auch noch heute sind, beweist diese Auswahl.
Das Café Exil
In den von der Bühnenbildnerin Deborah Kötting zum Café Exil umgebauten Räumlichkeiten der Werkstattbühne darf sich das Publikum mehr als Gast denn als Zuschauer fühlen.
Machen Sie es sich mit einem Getränk am Caféhaustisch bequem und lauschen Sie den Flüchtlinggesprächen der beiden Ober Ziffel und Kalle.
Über den Autor
Bertolt Brecht, geboren 1898 in Augsburg, starb 1956 in Berlin. Er ist einer der bedeutendsten Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. .
Fotos vom Stück »
Presse »
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„Die beste Schule für Dialektik ist die Emigration. Die schärfsten Dialektiker sind die Flüchtlinge. Sie sind Flüchtlinge infolge von Veränderungen und sie studieren nichts als Veränderungen. Aus den kleinsten Anzeichen schließen sie auf die größten Vorkommnisse, das heißt, wenn sie Verstand haben. Wenn ihre Gegner siegen, rechnen sie aus, wieviel der Sieg gekostet hat, und für die Widersprüche haben sie ein feines Auge. Die Dialektik, sie lebe hoch!"
Die in den frühen vierziger Jahren geschriebenen Dialoge der Flüchtlingsgespräche handeln vom Alltag der aus Deutschland Vertriebenen, vertreten durch den Intellektuellen Ziffel und den Arbeiter Kalle, die sich im Restaurant des Hauptbahnhofs von Helsinki über die internationale Lage (deutsche Truppen haben Dänemark und Norwegen besetzt und rücken in Frankreich vor) und die eigene Situation unterhalten: Der Paß ist der edelste Teil von einem Menschen. (Suhrkamp-Verlag)
Wolfgang Schulz hat aus den Flüchtlingsgesprächen für das Café Exil Texte ohne jede Veränderung zu einem Abend von ca. 80 Minuten collagiert. Wie aktuell diese Texte auch noch heute sind, beweist diese Auswahl.
Das Café Exil
In den von der Bühnenbildnerin Deborah Kötting zum Café Exil umgebauten Räumlichkeiten der Werkstattbühne darf sich das Publikum mehr als Gast denn als Zuschauer fühlen.
Machen Sie es sich mit einem Getränk am Caféhaustisch bequem und lauschen Sie den Flüchtlinggesprächen der beiden Ober Ziffel und Kalle.
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Bertolt Brecht, geboren 1898 in Augsburg, starb 1956 in Berlin. Er ist einer der bedeutendsten Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. .
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