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Rüdigerstraße
4, 97070 Würzburg, tel./ fax: 0931/59400, E-Mail: Kontakt@werkstattbuehne.com
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es liest
Wolfgang Schulz
Juni 2008
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Kafka, ein Freund Begegnungen, Lesungen, Rezitationen mit Videos, Bildern und Musik Zum 125. Geburtstag von Franz Kafka
Ich kann mich nicht erinnern, ob ich zuvor von Kafka schon etwas gelesen hatte, aber in der Abiturprüfung begegnete mir Kafka mit seiner Erzählung Der Kübelreiter zum ersten Mal sehr bewußt. Später, 1962 sahen wir angehenden Theater-Adepten in einer Fernsehaufzeichnung in der Studiobühne Kiel den bewunderungswürdigen, früh verstorbenen Schauspieler Klaus Kammer, als wir uns Ein Bericht für eine Akademie ansahen, in der Kammer auf formidable Weise die Rolle des Rotpeter zum ersten Mal spielte. Ein Jahrzehnt später machte ich in Würzburg eigene Erfahrungen mit dieser Fabel, die die Anpassung und Konditionierung des Menschen zum Inhalt hat. Und wieder ein Jahrzehnt später inszenierte ich in der Werkstattbühne die Erzählung In der Strafkolonie, die darüber aufklärt, wie sehr sich ein autoritäres Regime in seiner menschlichen Perversion skrupellos des technologischen Fortschritts bedient. Und unter dem Titel Kafka erzählen wurden dann Jahre später mit der Musik von Christoph Weinhart ausgewählte und par cœur vorgetragene Erzählungen Kafkas (die Erzählungen Auf der Galerie und Schakale und Araber wurden von mir vorgetragen) in einem szenischen Rahmen präsentiert, die in ihrer konzentrierten Vortragsweise die Zuschauer - und hörer in ihren Bann schlugen.
Was alles um diese Ereignisse herum geschah und noch viele Erfahrungen und Erlebnisse, die mich mit Kafkas Texten noch heute verbinden, darüber gilt es zu berichten. Kafka wurde mir wie viele andere Schriftsteller wie Samuel Beckett und Thomas Bernhard ein literarischer Begleiter, ja ein Freund.
Wolfgang Schulz
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